Für Freunde entspannter Motorradtouren.

CooCase V28 Fusion Luxury Erfahrungsbericht

CooCase-Top-Boxen bieten nicht nur hervorragende Qualität, Sie können auch vollständig an die Motorradfarbe angepasst werden. Im Vorfeld hat man die Wahl zwischen verschiedenen Farbmodellen, dazu hat man auch die Wahl verschiedener Ausstattungsvarianten wie zb. integrierte Alarmanlage, Fernbedienung oder Innenpolsterung. Dazu ist das Case auch in verschiedenen Größen erhältlich, 28, 36 oder 48 Liter, je nach persönlichem Bedarf.

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Das CooCase V28 Luxury, hier farblich an meine R1200GS angeglichen.

Die Befestigungsplatte erinnert optisch an Modelle von Givi, mit dem Unterschied das hier noch elektrische Kontakte für Bremslicht (Anschluss in der BRD nicht zugelassen) und Fernbedienung verbaut ist. So hat man keine sichtbaren Kabel, Topcase einfach aufsetzen und das Köfferchen ist mit dem Bordnetz verbunden. Für die Kontakte auf der Grundplatte liegt eine Schutzabdeckung bei. Belässt man das Case nicht auf dem Moped für längere Zeit, kann man mit dem kleinen Gummiwürfel die offen liegenden Kontakte vor Witterungseinflüssen schützen.

Da ich keine Freund von riesigen Ballaststoffen auf dem Heckträger bin, habe ich mich für das 28 Liter Köfferchen entschieden – für den Stadtbereich und Ausfahrten ohne all zuviel Gepäck vollkommen ausreichend. Ausschlaggebend für ein CooCase war in erster Linie die serienmäßige Polsterung im Inneren der Kunststoffiste. Nichts finde ich schlimmer als wenn Schlüssel oder sonstiges Kleinzeug hinten drin bei jeder Unebenheit klappert als ob einem ein lockeres Kennzeichen gleich abfällt. So ist hier nicht nur der Boden sondern auch der Deckel vollständig weich ausgestattet, was auch den nützlichen Nebeneffekt hat dass das große Schloss mit integrierter Elektronik nahezu vollständig hinter der Auskleidung verschwindet.

Platztechnisch findet sich im V28 Platz für einen Helm. Bei großen Klapphelmen muss man ein bischen probieren in welcher Stellung dieser ohne Probleme seinen Sitz gefunden hat. Bedingt durch die Polsterung im Innern des Cases geht natürlich etwas Platz verloren – dafür hat es die Kopfbedeckung schön bequem und bleibt frei von Kratzern.

Der Schließmechanismus wird wahlweise über die mitgelieferte Fernbedienung oder manuell mit dem im Sender integrierten Schlüssel bedient. Wer sich jedoch mit der

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Seitenansicht des CooCase V28

Fernbedienung angefreundet hat wird den Schlüssel nur noch benutzen wenn mal irgendwann die Batterie leer ist und man zwangsweise bis zum Batteriewechsel das Schloss manuell bedienen muss ;-). Ein wichtiges und sehr nützlich Feature ist das automatische Abschliessen. Nach öffnen per Funk verschliesst sich das Topcase nach 15 sekunden wieder automatisch mit einem kleinen Bestätigungspiep. Also einfach zu klappen und weiter fahren oder schoppen gehen ohne noch schnell den Schlüssel in Anspruch nehmen zu müssen.

Bei halbwegs gerade montiertem TopCase wird der Deckel entgegen den herkömmlichen bekannten Konkurrenzmodellen durch 2 aus Kunstoff gefertigten Rasterplatten in geöffneter Position offen gehalten. So hat man beide Hände frei zum wursteln und muss nicht ständig den Deckel mit einer Hand fest halten das Er einem nicht auf die Finger knallt ;-).

Die intergrierte Alarmanlage empfinde ich persönlich als eher putzig. Sie reagiert auf starke Erschütterung, z.b. wenn man das Moped vom Ständer heben will oder versucht das Köfferchen gewalttäig vom Moped zu reissen. Dann piepst das Ding wie blöd los. Allerdings: solange man die Lautstärke nicht erhöhen kann taugt die Klingel eher in ruhigen Wohngegenden ohne größeren Strassenlärm oder wenn man sein Motorrad mehr oder weniger neben seinem Plätzchen in der Caféteria geparkt hat ;-). Allerdings was die Stabilität anbelangt fand ich vor längerer zeit einmal ein Video aus Korea, in dem man eindrucksvoll zeigte wieviel Kraft benötigt wird um das Case mittles Brechstange überhaupt von seinem Stammplätzchen zu hebeln. Ich war recht überrascht das man es so nicht geschafft hat. Damals fiel nach diesem Video dann auch eine der letzten Hürden die mich vom Kauf des V28 abhielten.

Will man das CooCase farblich ein wenig an seine Bedürfnisse anpassen, so lässt sich der Deckel in seine Einzelteile zerlegen. Das Unterteil sollte man in seiner Farbe belassen, hier hält wie auch an seinen Artgenossen anderer Hersteller der Lack auf Dauer nicht wirklich gut. Auch besteht die Möglichkeit die Glaseinsätze in dreierlei Farben zu ordern. Hier steht Rauchglas, Rot oder Weis zur Wahl. Hinter diesem Glas ist übrigens das auch die integrierten Bremslicht-LED’s zu finden.

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Das 28 Liter Case trägt nicht so Dick auf wie Staukisten anderer Hersteller

Ein kleiner Hinweis aus persönlicher Erfahrung: wenn Ihr Euer Moped längere Zeit (wir reden hier von mehreren Wochen) nicht benutzt, hebt das TopCase aus seiner Grundplatte um es vom Bordnetz zu nehmen. Da die Fernbedienung nebst Alarmanlage mit Dauerstrom versorgt werden, kann es – wie selbst nach einer Winterpause erlebt – passieren, daß das Köfferchen die Batterie des Mopeds leer nuckelt ;-).

Abschliessend möchte ich noch auf die Wasserdichtheit zu sprechen kommen. Im Deckel des CooCase verläuft rings rum ein Dichtring. Ich konnte mir den Spass nicht nehmen und testete das Teilchen auf Wassereinbruch. Mit der nächsten Mopedwäsche hielt ich mit dem Hochdruckreiniger im Waschpark hemmungslos auf das Köfferchen drauf. Zu meinem persönlichen Erstaunen war kein Tropfen im Inneren zu finden. Auch bei späteren Regenfahrten erwies sich der Plastikkoffer als zuverlässiger und trockener Reisebegleiter.

Für mich persönlich gehört das CooCase zu den absoluten Favoriten aus dem Zubehörsortiment im Bereich Gepäcktransport. Nach unserem letzten Gardaseeurlaub sind wir zwar bei der GS auf die BMW Originalsysteme gewechselt, das V28 wird aber definitv nicht aus der Hand gegeben – ich werde es sicherlich woanders wieder einsetzen – im Design des anderen Fahrzeugs ;-).

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