Für Freunde entspannter Motorradtouren.

Reisekamera Lumix DMC-TZ101 – Empfehlung

Für unsere kommende Motorradsaison stand fest – diesmal muß eine vernünftige Kamera mit ins Reisegepäck. Handybilder sind zwar in der heutigen Zeit wirklich hervorragend, jedoch wenn man anfängt Objekte via Zoomfunktion näher heran zu holen oder Bildausschnitte nachträglich zu vergrößern ist Schluss mit lustig – diese Bilder kann man dann getrost in die Tonne befördern. Meine Fotoausrüstung wollte ich zum Reisegepäck auf dem Moped dann aber doch nicht auch noch mit schleppen, geschweige denn beim erkunden der Gegenden sich eine Spiegelreflex um den Hals zu hängen ist Defintiv nicht mein Stil und zudem extrem unpraktisch. Amüsiere mich diesbezüglich sowieso jedesmal wenn ich Väter im Urlaub sehe, Kinderwagen, Sonnenliegen, Kühlboxen und sonstiges Gedöns an der Backe – und dann noch ‘ne ihrer Meinung dicke Spiegelreflex um den Hals hängen haben – welche dann sowieso nur im Automatikmodus benutzt wird. Für Urlaubserinnerungen sind Kompakte und Systemkameras auf jeden Fall die bessere Wahl – und man erzielt zu 80 % bessere Bilder als mit einem Spiegelboliden am Nacken (den man sowieso in den meisten fällen nicht wirklich bedienen kann), da diese genau auf diese Bereiche abgestimmt sind.

Also machten Wir uns auf die suche nach einem kleinen Reisezoom das halbwegs Qualitative Bilder auf den Sensor tackert. Und die Auswahl ist hier riesig. Ursprünglich stand eine Systemkamera auf der Wunschliste – aber dann steht schon wieder das Problem im Haus mindestens 2 Wechselobjektive mit zu schleppen, eines für Weitwinkel und eines für den Telebereich. Die Bildqualität und Vielseitigkeit ist zwar gegenüber den Kompakten sehr nah an einer DSLR, aber man muss deutlich tiefer in die Tasche greifen entsprechend vernünftige Objektive und Zubehör. Empfehlung im Bereich der Systemknipsen ganz klar Fujifilm X-T20 oder T2 und entsprechend lichtstarke Linsen.

Meine persönlichen Ansprüche an die kleine Hosentaschenknipse :

geringes Bildrauschen bis 1600 ISO, kein Wechselobjektiv und sollte trotz Kleinheit einigermaßen gut in der Hand liegen, Bedienung nicht zu umständlich wenn man sich im manuellen Modus bewegt. Zudem legen wir beide Wert auf einen optischen Sucher wie an einer Spiegelreflexkamera. Nichts schlimmeres als wenn man im hellen Sonnenlicht versucht über den spiegelnden Bildschirm den Bildausschnitt zu erkennen. So bin ich dann nach langer Recherche bei Sony und Panasonic gelandet. Vorteil der Sony sind etwas Rauschärmere Bilder bei Nachtaufnahmen und hohen ISO Werten. Bei der TZ101 setzt eine leichte Glättung der JPEG-Bilder erst bei ISO 1.600 ein, feine Details gehen erst bei ISO 3.200 verloren.

Nachteil bei der Sony ist das etwas umständliche Menü, und wer mal beide Kamera’s nacheinander in der Hand hatte wird sich über das sicherere Griffgefühl der Lumix freuen. So stand dann unsere Entscheidung fest – es wurde die Lumix DMC-TZ101.

Sie liegt recht gut auch mit größeren Händen in den Fingern, durch die Anordung der Bedienelemente  und persönliche Anpassung der Funktionstasten ist die Lumix nach ein wenig Einarbeitung intuitiv und vor allem schnell zu bedienen. Wichtig war Uns auch ein großer Zoombereich. In normalem Modus verfügt der Gartenzwerg über einen Brennweitenbereich von 25-250 mm, zusätzlich hat man die Möglichkeit digital den Telebereich zu vergrößern. So bekommt mit mit etwas Qualitätsverlust in der Schärfe 500mm Reichweite. Damit schießt man auch in weiter Entfernung noch sehr ansehnliche Bilder, allerdings macht sich hier dann ein wenig Randunschärfe bemerkbar. Aber für diesen Einsatzbereich ist das absolut in Ordnung.

Der digitale Sucher ist nicht unbedingt das gelbe vom Ei wie man es von einer DSLR her kennt, aber er erfüllt den Zweck auch bei starker Sonneneinstrahlung das Objekt der Begierde in die richtige Position auf dem Bild zu platzieren. Ein kleines Stellrädchen zum Dioptrinausgleich für Sehbehinderte Lesebrillenträger wie mich 😉 ist ebenso vorhanden.

Im manuellen Modus können Blende und Zeit über das Daumenrad sowie den Drehring am Objektiv eingestellt werden. Mit 20 Megapixeln tackert der Zwerg satte 5.472 x 3.648 Bildpunkte über den 1″ Sensor auf die Speicherkarte. Somit sind, wenn einem 13×18 Prints zu lausig sind, auch qualitativ hochwertige Ausdrucke in A3 gesichert. Zudem besteht die Möglichkeit außer JPG auch Bilder in RAW zu fotografieren. Besonders für Photoshop und Lightroomfreunde ein willkommenes Schmankerl wer seinen Bildern im Nachhinein den letzten persönlichen Schliff verpassen möchte.

Wie alle modernen Kameras hat auch die TZ101 4K Ultra-HD-Videos mit an Board. Diese macht mit 30 Bilder in der Sekunde nicht nur sehr flüssig laufende Filme – jeder einzelne Frame lässt sich auch als 8MB großes JPEG exportieren – perfekte Schnappschüsse leicht gemacht!

Der Autofocus ist gegenüber anderen Kompakten sehr schnell. WiFi ist ebenso an Bord. Man kann die Bilder somit auch direkt auf’s Handy oder Tablet kopieren zur weiteren Verarbeitung oder um es vom Urlaubsort aus im Social Media zu posten, ebenso besteht die Möglichkeit die Panasonic über die kostenlos erhältliche Software vom Handy aus zu steuern.

 

Hier ein paar technische Daten:

  • Megapixel (effektiv): 20,0 Megapixel
  • Maximale Bildauflösung: 5.472 x 3.648 Bildpunkte
  • Sensortyp und -größe: MOS, 13,2×8,8mm
  • Bild-Format: JPEG, RAW
  • Video-Auflösung: 3.840 x 2.160 Bildpunkte
  • Video-Frequenz: 25 Vollbilder pro Sekunde
  • Video-Aufnahme: 2160p25
  • Speicherkarte: SD, SDHC, SDXC
  • Akkuleistung: 1.025 mAh, reicht für 300 Bilder nach CIPA
  • Zoom optisch / digital: 10,0fach / 2,0fach
  • Brennweite (KB): 25mm bis 250mm
  • Blende (w/t): 2,8 / 5,9
  • Displaygröße: 3,0 Zoll
  • Displayauflösung: 1.040.000 Bildpunkte
  • Sucher: Ja
  • Suchertyp: elektronisch
  • ISO Empfindlichkeit: 80, 100, 125, 200, 400, 800, 1600, 3200, 6400, 12800, 25600
  • Gewicht: 270g (ohne Akku und Speicherkarte)

 

Fazit: Die kleine Lumix TZ101 ist die perfekte Reisezoom-Kamera für anspruchsvolle Fotografen. Sie bildet die homogene Mitte aus den Features einer Reisezoom-Kamera und der Qualität der High-End-Modelle und liegt im Preis auch deutlich attraktiver.

 

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    Ein paar Beispielbilder dürfen an dieser Stelle natürlich auch nicht fehlen. Alle Bilder sind frei Hand fotografiert, etwa so als wenn man in Urlaub seine Eindrücke auf der Speicherkarte fest halten möchte 😉

 

 

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