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Metzeler Tourance Next Erfahrungsbericht

Nach einer Saison mit dem Metzeler Tourance Next auf der BMW GS1200R LC möchte ich hier ein persönliches Statement abgeben. Serienmäßig war die Reiseenduro mit dem Michelin Anakee 3 bestückt. Im ersten Augenblick ein tadelloser Reifen, mit gutem Grip auf nasser wie trockener Strasse. Was mich vom ersten Tag mit der LC allerdings wunderte war ein permanenter Rauschpegel aus richtung Frontbereich an der BMW. Ich schob es auf Luftgeräusche durch den Schnabel oder sonstige Luftverwirbelungen seitzens der Frontverkleidung an der BMW. Exakt bis zu demTag als ich vom Michelin auf den Metzeler umgestiegen bin. Ab hier war dieses Rauschen verschwunden. Das war dann bereits der erste Pluspunkt der für den Tourance sprach.20161106_143551

Im Laufe der ersten tausend Kilometer wuchs mir der neue Gummi dann mehr und mehr ans Herz. Schnelle Lastwechsel gingen ab hier nahezu ohne Krafteinwirkung. Wenn ich mit dem Michelin die Dicke noch ein wenig in die Kurve drücken musste, fiel mit dem Metzeler das Dickschiff schon beinahe von selbst in die Schräglage und ließ sich deutlich leichter in der Schräglage kontrollieren. Der Michelin war vom Fahrgefühl deutlich weicher – man möchte sagen bequemer. Hier ist der Metzeler dann doch etwas Rauher zu Gange. Dafür bekommt man mit dem Tourance Next in Grenzsituation spürbar ein Feedback, was ich beim Franzosen doch etwas vermisst habe.

Der Grip auf nassem Asphalt ist etwas besser als beim Anakee und vermittelt spürbar mehr Vertrauen. Nach dreiviertel seiner Laufleistung sollte man dann aber doch langsam in den Schräglagen auf nassem Untergrund etwas zurück nehmen, und auch fängt ab hier der Reifen an anfällig für Unebenheiten zu werden, läuft gerne mal der ein oder anderen Rille im Boden gut spürbar hinterher.

Beide Reifen wurden zu 80% im Soziusbetrieb gefahren, teilweise auch mit ordentlich Urlaubsgepäck. Der Michelin war hier bei etwa 8.500 km am Ende seiner Laufrillen angekommen, der Metzeler Tourance Next hielt bei gleicher Beanspruchung etwas über 10.000 km durch – vorne wie hinten.

Im Motorrad Magazin deckte der Tourance den größten Teil der Test’s gegenüber seinen Kontrahenten mit hervorragenden Ergebnissen ab: gute Fahreigenschaften im Trockenen, die besten bei Nässe und der geringe Verschleiß brachten den Pneu auf  den 1. Platz.

So fiel die neue Reifenwahl auch nicht wirklich schwer, auf den 1200er Wasser-Boxer wird wieder der Tourance Next aufgezogen. Kann es kaum erwarten die nächsten 10.000 Kilometer durch die Alpenregionen zu Carven.

Hier der Link zum Reifentest: Motorrad Enduro Reifentest

One Comment

  • Dieter sagt:

    Hi
    Ich fahre zwar “nur” eine 1100 GS, aber ich kann dir dringend dazu raten mal den Pilot Road von Michelin zu testen. Nasshaftung 1a, Trocken sogar noch besser und du kannst ihn bis zur Glatze runter fahren, er wird nicht schlechter. Da ich mit der GS nicht viel fahre sind die Reifen auch mal länger drauf, mein Alptraum war ein 4 Jahre alter Metzeler, der Reifen wurde richtig hart und hat trotz Profil gar nicht mehr gegriffen.
    Leider gibt es den (noch?) nicht für die Africa Twin, mit der ich aktuell liebäugele.
    Gruss

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