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Ducati Multistrada 1200 – persönlicher Eindruck

Heute ging unsere Dicke zum großen Kundendienst, als Leihfahrzeug klappte es diesmal endlich mit der Ducati 1200 Multistrada. Optisch macht sie ja unglaublich Eindruck. Daher wollte ich auch endlich wissen wie Sie sich in Natura und in Bewegung anfühlt.

Erste Sitzprobe. Meine Knie waren etwas mehr angewinkelt gegenüber unserer GS. Ich denke da gibt es aber bestimmt die Möglichkeit die Sitzbank in der Höhe zu variieren. Ansonsten fühlt sich die Italienerin sehr handlich an. Man merkt Ihr die 232 KG vollgetankt kaum an. Da ich die Keyless Ride Variante bekam wurde ich erstmal über den Startvorgang informiert. An der Lenkereinheit der unterste Knopf – mit dem schaltet man die Zündung ein. Im Anschluß über den darüber liegenden Schalter den Moto starten. Nach 3-maligem versuchen hörte ich auch schon die ersten Anlassertöne. Hörte sich eher an als ob die Batterie gleich den Geist aufgibt. Beim 2. Versuch kam der Motor kurz auf Drehzahl um direkt im Anschluss wieder abzusterben. Von einer neuen Maschine mit etwas über 1.200km auf der Uhr erwarte ich ehrlich gesagt anderes ;-). Alle guten Dinge sind 3 – und der flüssig gekühlte 2 Zylinder bollert in den Leerlauf. Auf den Klang hab ich mich ehrlich gesagt schon gefreut. Ducatis haben eben den geilsten Klang bereits im Serienzustand.

So freu ich mich dann auch schon auf den Heimweg, bewusst den roten Donnerkeil über meine Hausstrecke nach Hause zu steuern. Bereits nach den ersten Kurven merkt man die Agilität und Kurvenfreude des Reisetourers. Gefühlvoll drücke ich die Multistrada in jeder Kurve tiefer herunter. Im ersten Moment meint man ab einem gewissen grad an Schräglage daß das Hinterrad gleich ausbrechen möchte, aber die Ducati zieht hier unbeirrt ihre Bahn. Es fängt an richtig Spaß zu machen im Scheitelpunkt einer jeden Kurve nochmal ein bißchen mehr Gas zu geben.

Wobei wir hier schon den nächsten Punkt ansprechen. Am Gas drehen ist interessant bei der Duc.  Zum einen kommt von unten heraus ein ganz schöner Schub vorwärts, begleitet von diesem unglaublich satten Brabbelsound. Zeitgleich hat man das Gefühl dabei gleich das Kombiinstrument oder gar den Bremsflüssigkeitsbehälter am Lenker zu verlieren. Die Fuhre fühlt sich durch das ganze Fahrwerk recht interessant an. Die Vibrationen der Ducati fühlt man vom Hintern an aufwärts, aber nicht unangenehm, es signalisiert vielmehr wieviel Power die Desmsotronic dem 2 Zylinder zur Verfügung stellt.

 

Nach einer kurzen 40er Zone will ich es dann doch wissen wie sich die Beschleunigung bei der 1200er anfühlt. Im 2. Gang dreh ich an der Gasrolle dann etwas kräftiger als sonst – und war doch recht überrascht wie schnell das Vorderrad sich in Richtung Sonne hebt. Holla die Waldfee, die geht ganz schön rabiat an den Start :-).

 

Die Aussentemperatur liegt heute bei etwa 24 Grad und ich stehe an einer Ampel fest. Hier musste ich dann fest stellen – in kühleren Jahreszeiten spart man sich definitiv die Sitzheizung. Vom Motor steigt die warmeLuft direkt an die Unterseite der Oberschenkel. Das ist dann doch langsam etwas unangenehm. Ich versuche mir das grade im Hochsommer in einem Stau vorzustellen. Das ist dann doch eine gravierend schlechte Angewohnheit der Multistrada in meinen Augen.

 

Vergleiche ich für mich persönlich unsere BMW R1200GS LC mit der Ducati 1200 Multistrada, gebe ich dann doch der Gutmütigkeit der BMW gegenüber der Ducat’schen Bissigkeit den Vorrang. Ebenso finde ich die Bedienung der Schaltereinheiten an den Bayuwaren deutlich intuitiver und freundlicher gegenüber der Italienerin. Vom sportlichen Gefühl her hat die Ducati aus meiner Sicht die Nase vorn, sicherer fühle ich mich definitv auf der BMW, und auch die Sitzposition empfinde ich im Bayrischen entspannter.

Trotz allem – die Ducati müsst Ihr mal fahren – es ist ein Erlebnis – sie fährt sich genau so wie Sie sich anhört *sabber

 

 

 

 

 

Technische Daten Ducati Multistrada 1200 S (AA)
Modelljahr 2015
Motor
Zylinderzahl, Bauart 2 , V-Motor
Bohrung/Hub 106,0 / 67,9 mm
Hubraum 1198 cm³
Ventile pro Zylinder vier Ventile pro Zylinder
Verdichtung 12,5
Leistung 112,0 kW ( 160,0 PS ) bei 9500 /min
Max. Drehmoment 136 Nm
Zahl der Gänge Sechsganggetriebe
Hinterradantrieb O-Ring-Kette
Fahrwerk, Räder, Bremsen
Rahmen Gitterrohrrahmen
Federweg vorn/hinten 170 mm / 170 mm
Reifen 120/70 R 17 , 190/55 R 17
Bremse vorn/hinten 330 mm Vierkolben-Festsättel / 265 mm Doppelkolben-Schwimmsattel
ABS Ja
Maße und Gewichte
Radstand 1529 mm
Lenkkopfwinkel 66,0 °
Nachlauf 109 mm
Leergewicht vollgetankt k.A.
Sitzhöhe k.A.
Zulässiges Gesamtgewicht 450 kg
Höchstgeschwindigkeit 250 km/h

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